Mit der Zeit

Mit der Zeit lernst Du,
dass eine Hand halten nicht dasselbe ist,
wie eine Seele fesseln.

Und dass Liebe nicht Anlehnen bedeutet und
Begleitung nicht Sicherheit.
Du lernst allmählich,
dass Küsse keine Verträge sind und
Geschenke keine Versprechen.

Und Du beginnst,
deine Niederlagen erhobenen Hauptes
und offenen Augen hinzunehmen,
mit der Würde eines Erwachsenen,
nicht maulend wie ein Kind.

Und Du lernst,
all Deine Straßen auf dem Heute zu bauen,
weil das Morgen ein zu unsicherer Boden ist.
Mit der Zeit erkennst Du,
dass sogar Sonnenschein brennt,
wenn Du zuviel davon abbekommst.

Also bestell Deinen Garten
und schmücke selbst Dir die Seele mit Blumen,
statt darauf zu warten,
dass andere Dir Kränze flechten.

Und bedenke,
dass Du wirklich standhalten kannst und wirklich stark bist.
Und dass Du Deinen eigenen Wert hast.

Verletzte Seele

Traurigkeit bestimmt mein Sein,
Lachen kann ich mir nur leihen,
Tränen hab ich keine mehr,
füllten schon ein ganzes Meer.

Hass ist es, der mich treibt,
kaum Freude die mir bleibt,
Dunkelheit ist nun mein Freund,
das Leben habe ich versäumt.

Die Hoffnung scheint verloren,
mein Herz ist fast erfroren,
Leben scheint wie eine Pflicht,
auf der Suche nach dem Licht.

Beinahe täglich nur noch Frust,
meiner Seele fehlt die Lust,
lass mich nur noch treiben,
hab nix mehr zu beweisen.

Liebe hab ich nie gefunden,
schlägt einen eh nur Wunden,
alleine sein das ist mein Los,
fühle mich bedeutungslos.

Freunde halten mich noch oben,
ohne Sie wär ich verloren,
immer bereit alles für sie zu geben,
noch nicht soweit mich aufzugeben.

Entscheidungen

Mit jeder Entscheidung kommt Verantwortung.
Weil wir die Verantwortung fürchten,
fliehen wir vor Entscheidungen.

Jede Entscheidung, die wir an andere abgeben,
lässt unsere Persönlichkeit ein Stück schrumpfen.
Wenn wir Entscheidungen, die wir zu treffen haben,
immer wieder aufschieben, bis die Zeit alles erledigt,
nehmen wir uns selbst eine Wachstumschance.

Wenn wir alles den Umständen überlassen,
lernen wir nicht, die Umstände selbst zu formen.
Jede Entscheidung, die wir treffen,
verhilft unserer Persönlichkeit, ein Stück zu wachsen.

Auch wenn wir Fehler machen,
reifen wir an unserer Entschiedenheit.

Wenn …

Wenn die Welt wie ein Traum erscheint,
wenn man lacht und nicht mehr weint
wenn trotz Regen Sonne scheint,
sich mal wieder alles reimt.
Wenn das Paradies auf Erden ist,
wenn das Glück ist ohne Frist,
wenn die Kraft dir endlos ist,
nur die wahre Größe misst.
Vergessen ist das ganze Leid,
alles mehr als nur gescheit,
nicht ganz da und doch bereit,
dann strahlt das Herz vor Fröhlichkeit.

Wer weiß…

Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß, wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein
ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.

Der wird zur Pflanze, wenn er will,
zum Tier, zum Narr, zum Weisen,
und kann in einer Stunde
durchs ganze Weltall reisen.

Er weiß, dass er nichts weiß,
wie alle andern auch nichts wissen,
nur weiß er was die anderen
und er noch lernen müssen.

Wer in sich fremde Ufer spürt,
und Mut hat sich zu recken,
der wird allmählich ungestört,
von Furcht sich selbst entdecken.

Abwärts zu den Gipfeln
seiner selbst blickt er hinauf,
den Kampf mit seiner Unterwelt,
nimmt er gelassen auf.

Der mit sich selbst in Frieden lebt,
der wird genauso sterben,
und ist selbst dann lebendiger,
als alle seine Erben.

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